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Sonntag, 1. September 2019

Aiguille de Rochefort, Mont Blanc und Dent du Geant - am fast niedrigsten und am höchsten 4000er

 Auch heuer führte die fast schon traditionelle Bergfahrt in KW 35 Berni H., Winnie L. sowie den Verf. in die Westalpen. Um es gleich vorweg zu nehmen: heuer waren wir für unsere Verhältnisse sehr erfolgreich und schafften es gleich auf 3 Gipfel
 Nachdem wir bei der Anreise noch einen Bergschuhverlustbedingten Shoppingstop in Arco einlegten (Kurze Frage in eigener Sache: hat jemand die gelben Nepal Cube GTX Gr.46 des Verfassers gesehen oder kann zweckdienliche Hinweise geben) erreichten wir Entrèves pünktlich zur letzten Gondel auf die Punta Helbronner und mittels Fahrstuhl und Tunnel das Rifugio Torino. Am nächsten Tag machten wir uns als Eingehtour auf zum Rochefortgrat.
Gipfelglück auf der Aiguille de Rochefort - mit 4001 fast einer der niedrigsten 4000er (nur Les Droit ist mit exakt 4000m unschlagbar auf dem letzten Platz). Falsche Jacke mitgenommen - deshalb spannt es beim Verfasser etwas - das die Dinger mit den Jahren auch immer so eingehen.

Der Hinweg ist hier auch der Rückweg - den Dent du Geant ließen wir diesmal rechts liegen um noch die letzte Fahrt der Télécabine Panoramic zur Aiguille du Midi zu erreichen.
 Nach einer kurzen aber teuren Nacht auf dem Refuge Cosmiques machten wir uns am nächsten Tag um 01:00h auf den Weg zum höchsten Punkt der Alpen.



Bei Sonnenaufgang lagen die Steilflanken des Mont Blanc du Tacul und des Mont Maudit gleichermaßen hinter uns wie die jeweiligen Staus an den beiden Fixseilpassagen... Die verbleibenden 500HM zum Gifpel sollten sich allerdings noch etwas ziehen. Bei Abstieg kehrten die Lebensgeister langsam zurück und der letze Gegenanstieg auf die Aiguille du Midi sorgte für ein Bergerleben der besonderen Art (Everest is everywhere...). Zu unserer eigenen Überraschung bekamen wir um 15:25 sorgar noch einen Platz in der letzten Télécabine. 

Die Nacht verbrachten wir standesgemäß im Hotel di Courmayeur und päppelten uns in der Pizzeria du Tunnel wieder auf. Die Pizzen dort waren tatsächlich ausgezeichnet hatten kaum am Tisch Platz - was allerdings leider mehr an der optimalen Platzausnützung im Lokal als am Durchmesser des belegten Fladenbrotes lag.

Nachdem der Vormittag mit Einkäufen und Kaffee gut herumgebracht war - reifte dann doch der Entschluss wieder aufs Rif. Torino zu fahren und als Abschluss noch den Dent du Geant zu besteigen...
 
Den Hüttenabend verbrachten wir in Gesellschaft von zwei israelischen Bersteigern... Es stellte sich heraus, dass es genau EINEN israelischen Bergführer gibt - Paul Preuß wird sich wohl im Grab umdrehen. Es würde sich also hier um eine durchaus interessante Zielgruppe für Gebi oder Hubert handeln. Allein ein Ivritkurs wäre von Nöten um sich einen leistungstarken, in 2 bzw. 3 Jahren Militärdienst körperlich und geistig gestählten Kundenkreis zu erschließen...

Nach gemütlichem Frühstück um 06:00 erreichten wir auf bekanntem Weg den Einstieg zum Dent du Geant. Obwohl sich vor uns nur eine Seilschaft befand wurde es dann doch noch recht belebt am Berg...

 Abkletterpassagen sind die Rache des Vorsteigers am Nachsteiger... Berni und Winnie am höchsten Punkt des Tages (Pointe Sella 4009m). Die 8m Aufstieg zum Pointe Graham (4013m) beschlossen wir auszulassen und lieber gleich von der Scharte abzuseilen als lang anszustehen...
 Berni bei der letzten von drei 60m Abseilfahrten...
 Glücklich erreichten wir als erste Seilschaft des Tages wieder das Rif. Torino...


Mehr Fotos gibt es hier...








Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Bravo... sehr lässige Aktion!

Bernd hat gesagt…

Gratulation! Sehr coole Sache!

Anonym hat gesagt…

wouchi wow!
Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid! Neid!